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  • VibroMatrix® - Fragen und Antworten

    Allgemein

    1. Wie funktioniert das Lizenzsystem von VibroMatrix?

    VibroMatrix arbeitet mit Freischaltcodes, die vom Anwender erworben und über den InnoMaster auf dem InnoBeamer installiert werden. Das hat den Vorteil, dass die Lizenzen unabhängig vom Rechner immer bei der Messung mit dabei sind. Und so ist es auch gestattet, VibroMatrix auf mehreren Rechnern zu installieren. Es gibt keine umständliche Akivierung oder Registrierung.

    Ein Freischaltcode gilt dabei immer nur für einen bestimmten Kanal (1 oder 2) eines InnoBeamers mit einer bestimmten Seriennummer. Beim Nacherwerb einer Softwarelizenz sind diese Angaben also erforderlich: Seriennummer und Kanalnummer.

    Weil für jedes Softwareinstrument je Kanal eine Lizenz benötigt wird, sind es bei triaxialen Instrumenten wie dem InnoMeter HVM 5349 drei Lizenzen. Dafür werden schon ab der zweiten Lizenz Rabatte gewährt. Mit mehr Lizenzen erhöhen sich die Preisvorteile durch weitere Rabattstufen schnell.

    Dieses Lizenzmodell spiegelt die hohe Ausbaubarkeit von VibroMatrix wider und bedient sowohl Anwender mit kleinen Installationen als auch Power-User fair.

    2. Wie kann ich VibroMatrix ausprobieren?

    Es gibt auf unserer Downloadseite eine Testversion der kompletten Software. Dabei handelt es sich um die Vollversion inklusive aller Softwareinstrumente. Startet man VibroMatrix mit dem InnoMaster Trainer, besteht die Möglichkeit, anstelle eines USB-Adapters vom Typ InnoBeamer simulierte Messsignale zu verwenden.

    Gern besucht Sie auch unser Außendienst und zeigt Ihnen VibroMatrix direkt an Ihrem schwingenden Messobjekt.

    3. Ist VibroMatrix kalibrierfähig?

    Ja. Das System enthält eine Kalibrierfunktion, die es erlaubt, die gesamte Messkette vom Sensor über den InnoBeamer bis zur Software mit Hilfe eines Schwingungskalibrators zu kalibrieren.

    Desweiteren bieten wir Ihnen auch die Kalibrierung einer gesamten Messkette vom Sensor bis zum VibroMatrix-Instrument als Service an.

    4. Kann VibroMatrix über längere Zeit autark auf einem unbeaufsichtigten PC laufen?

    Ja, einige unserer Kunden praktizieren das so. Vorteilhaft ist hier der Einsatz der Meldetechnik mit E-Mail. Ereignisse und Messgrafiken werden dann automatisch an Ihren Arbeitsplatz gesandt.

    Der automatische Start einer Messung mit dem Starten des Rechners kann wie folgt eingerichtet werden:

    • Legen Sie eine Verknüpfung des InnoMasters in der Autostart-Gruppe Ihres PCs ab.
    • Aktivieren Sie im InnoMaster das Laden des zuletzt verwendeten Arbeitsplatzes.

    5. Welche Möglichkeiten gibt es, die Messdaten in andere Software zu übernehmen?

    Die meisten Instrumente mit grafischer Ausgabe besitzen eine Exportfunktion für die Grafik als Bitmap über die Zwischenablage, als Bitmap-, PNG- oder EMF-Datei sowie als Text-Datei mit den dargestellten Wertepaaren.
    Der InnoLogger zeichnet Messwerte auf die Festplatte auf, damit sie später in anderen Programmen ausgewertet und dargestellt werden können. Es besteht die Möglichkeit, Daten im Binär- oder Textformat zu speichern.

    Auch die Rohdatenaufzeichnung im InnoMaster RT erlaubt einen Datenexport. Die aufgezeichnete Rohdatendatei (*.ids) wird in den InnoMaster Replay geladen. Über die optional erhältlichen Exportfunktionen IDS2ASC und IDS2BIN können Sie die Rohdaten als ASCII- bzw. Binärdatei exportieren.

    6. Wie kann VibroMatrix Zeitverläufe von Schwingsignalen grafisch darstellen?

    Langsam veränderliche Signale, d.h. Kennwerte wie Effektiv- und Spitzenwerte lassen sich mit dem InnoPlotter in der Art eines Pegelschreibers abbilden. Für die Darstellung schneller Zeitsignale, wie z.B. Impulsverläufe des Momentanwerts eignet sich das InnoScope.

    7. Kann ich eine Lizenz von VibroMatrix auf mehreren PCs installieren und benutzen?

    Ja, der Lizenzcode für die VibroMatrix-Instrumente wird nur im InnoBeamer abgelegt und die Nutzung durch mehrere Rechner ist ausdrücklich gestattet.

    8. Wie funktioniert die Offline-Messung?

    VibroMatrix kann das Echtzeitsignal vom InnoBeamer auf Festplatte aufzeichnen, sobald eines der Software-Instrumente aktiv ist. Dazu müssen Sie lediglich im InnoMaster ein Dateinamen eingegeben und ein Kontrollkästchen aktivieren. Die Aufzeichnung geschieht im Hintergrund, während wie bisher gemessen wird.

    Zur Wiedergabe schließen Sie den InnoMaster RT und starten den InnoMaster Replay. Sie laden die Rohdatendatei und sehen bereits die aufgezeichneten Daten als Zeitbalken mit Aussteuerung für die aufgezeichneten Kanäle. Dann öffnen Sie wie gewohnt Instrumente und konfigurieren sie nach Bedarf. Denn der Vorteil der Rohdaten liegt darin, dass Sie jedwede Signalverarbeitung - auch jene, welche Sie zur Messzeit nicht angewendet haben - nun immer noch nachträglich einstellen können, ohne erneut die Messung durchführen zu müssen.

    Wie von Abspielgeräten gewohnt, finden Sie die Tasten Wiedergabe, Vorlauf, Rücklauf und Stop, ebenso Schnelldurchlauf und Einzelschrittbetrieb. Nach Anklicken der Wiedergabetaste arbeiten alle aktivierten Softwareinstrumente mit den gespeicherten Daten.

    9. Warum stoppt bei mir die Messung nach einer Weile?

    Die Messdatenübertragung in VibroMatrix funktioniert als ununterbrochener Datenstrom. Von dem Zeitpunkt wo ein Instrument eingeschaltet wird bis zum letzten ausgeschalteten Instrument werden die Daten lückenlos transportiert und in den Instrumenten verarbeitet. Das setzt voraus, dass der verwendete Rechner dieser Dauerlast gewachsen ist. Wenn der Rechner damit überlastet ist, stoppt VibroMatrix standardmäßig, denn die Kontinuität des Messdatenstroms wird verletzt.

    Prüfen Sie die Prozessorlastanzeige im InnoMaster. Werden dort dauerhaft Werte über 100 % angezeigt, sollten Sie im Menü "Anzeige" die Aktualisierungsrate verringern oder die Zahl der geöffneten Instrumenten-Fenster verkleinern.

    Desweiteren besitzt der InnoMaster eine Funktion, welche die Messung auch nach Überlastung neu startet. Natürlich ist der ansonsten kontinuierliche Datenstrom dann unterbrochen.


    InnoBeamer®

    1. Misst das System mit voller Abtastrate, wenn beide Kanäle eines InnoBeamers aktiv sind?

    Ja, beide Kanäle des InnoBeamers werden mit voller Rate abgetastet.

     

    Typ

    Abtastrate für jeden Kanal [Hz]

    Signalbandbreite für jeden Kanal [Hz]

    X2

    96 000

    40 000

    LX2

    8 000

    3 200

    L2

    10 000

    2 000

    2. Gibt es Treiber für die Einbindung des InnoBeamers in andere Messsoftware?

    Nein.

    3. Warum werden nur von einem InnoBeamer Messwerte empfangen?

    Sind mehrere InnoBeamer vom Typ X2 oder LX2 an einen PC angeschlossen, müssen die Geräte untereinander durch Synchronisationskabel i310 verbunden werden. Ansonsten laufen die Geräte nicht synchron. 

    Mehrkanalige Instrumente, welche aus unterschiedlichen InnoBeamern Messdaten beziehen, erkennen diese Situation. Die Instrumente warten dann, bis Daten im Gleichtakt ankommen.

    4. Wieviele InnoBeamer kann ich an einen PC anschließen?

    Das hängt vom Typ der InnoBeamer ab. Für den Typ X2 mit der Abtastrate 96 000 Werte/s wurden 8 Stück, d.h. 16 Kanäle erfolgreich getestet. Vom Typ LX2 mit 8000 Werte/s Abtastrate waren es 32 Stück = 64 Kanäle. Die InnoBeamer werden über USB-Hubs mit dem PC verbunden. Nicht jeder Hub ist geeignet. Passende, industriegerechte USB-Hubs erhalten Sie bei der IDS Innomic GmbH.


    Messfragen

    1. Bei der Messung des Schwingwegs werden zu hohe oder instabile Werte angezeigt.

    Die Ursache dafür ist, dass bei Benutzung von Beschleunigungssensoren eine doppelte Integration des Signals über die Zeit notwendig ist. Diese Prozedur verstärkt insbesondere tieffrequentes Rauschen. Erhöhen Sie das Hochpassfilter soweit, dass tieffrequente Störsignale unterdrückt werden. Ab 3 Hz sollten keine signifikanten Störungen mehr auftreten.

    2. Meine Reflexionslichtschranke funktioniert nicht. Es wird kein Drehzahlsignal angezeigt, obwohl die Lichtschranke aufleuchtet, wenn sie den Reflektor erfasst.

    Ursache kann eine zu geringe Versorgungsspannung über die USB-Schnittstelle sein. Bisher trat dieses Problem nur in einem Fall auf, wo das mitgelieferte USB-Kabel durch ein zweites verlängert wurde und dadurch der Spannungsabfall zu hoch wurde.

    3. Die Drehzahlmessung funktioniert bei höheren Drehzahlen nicht mehr zuverlässig. Es wird keine Drehzahl mehr angezeigt.

    Der Drehzahlsensor benötigt zur Erfassung eines Drehzahlimpulses eine bestimmte Impulslänge. Ist die Reflexionsmarke zu klein, wird der Impuls zu kurz.

    • Abhilfe schafft ein längeres Stück Reflexionsfolie, das einen größeren Teil des Rotorumfangs bedeckt.
    • Ebenso hilft es, die Reflexionsmarke auf einen kleineren Radius zu kleben, wenn sie z.B. stirnseitig am Rotor angebracht wurde.

    In hausinternen Versuchen konnten wir eine Marke von etwa 8 mm Breite auf einem Radius von 40 mm noch bis 18 000 1/min erfassen.

    Für noch höhere Drehzahlen bieten wir andere Drehzahlerfassungen an, als das Standardmodell. Es eignet sich z.B. der Kontrasttaster LS KTM. Dieser wird erfolgreich im Hochgeschwindigkeits-Maschinenbau eingesetzt bei Drehzahlen bis 60 000 1/min.


    InnoAnalyzer®

    Ich möchte insbesondere den unteren Frequenzbereich gut aufgelöst sehen, aber auch den gesamten Bereich im Blick haben. Warum hat der InnoAnalyzer keine logarithmische Frequenzachse?

    Eine FFT gibt äquidistante Spektrallinien wieder. Werden sie logarithmisch aufgetragen, hat man insbesondere im unteren Frequenzbereich, d.h. im ersten Drittel der Frequenzachse nur sehr wenige Linien. Der Rest drängt sich um so mehr im rechten Teil der Achse. Das genannte Problem wird viel besser mit der Klonfunktion von VibroMatrix gelöst:

    • Stellen Sie den Gesamtbereich in einem ersten InnoAnalyzer dar.
    • Klonen Sie den InnoAnalyzer.
    • Stellen Sie im zweiten InnoAnalyzer den unteren Frequenzbereich mit hoher Auflösung dar.