VibroMatrix® 1.9 - Die Neuerungen im Überblick

Im Zentrum von VibroMatrix 1.9 standen neue Funktionen zur Signalverarbeitung, neue Auswertungen und eine verbesserte Handhabung für den Anwender.

Schwingungskennwerte und -messgrößen

Differenzierung von Sensorsignalen

Differenzierte Messgröße
Differenzierte Messgröße

Bisher bot VibroMatrix bereits die zeitliche Integration von Messsignalen an. Aus Schwingbeschleunigung konnten so Schwinggeschwindigkeit und -weg gewonnen werden. Dadurch konnten Beschleunigungssensoren zur Messung aller drei Schwingungsmessgrößen eingesetzt werden.

Neu ist nun die Bereitstellung aller drei Messgrößen auch für Geschwindigkeits- und Wegsensoren. Auch mit diesen Sensoren lassen sich nun Schwingbeschleunigung, -geschwindigkeit und -weg messen. Passend kommt entsprechend im Hintergrund das Integrieren oder neu: das Differenzieren von Messsignalen zum Einsatz.

Eingebaut wurde diese Funktion im InnoMeter, InnoLogger, InnoPlotter und InnoAnalyzer (auch Speed und 3D).

Berücksichtigung der Einschwingzeit

Einschwingzeit abwarten
Einschwingzeit abwarten

In den Instrumenten InnoMeter, InnoLogger und InnoPlotter wird nun die Einschwingzeit von Filtern und Integratoren berücksichtigt und die Datenanzeige erst dann eingeschaltet, wenn diese abgelaufen ist.

Vorteile

  • Trigger wird nicht durch Überschwingen während der Einschwingzeit ausgelöst.
  • Spitzenwerte werden nicht durch Überschwingen beim Einschalten verfälscht.
  • Statistik wird nicht durch Überschwingen beim Einschalten verfälscht.

Drehzahlerkennung verbessert

Drehzahl-Momentanwert
Drehzahl-Momentanwert

Die Drehzahlbestimmung erfolgt in VibroMatrix über die Auswertung eines Spannungsimpulses, welcher einmal pro Umdrehung auftritt. Standardmäßig bieten wir dazu optische Sensoren an, welche eine Marke auf dem Rotor erfassen. Die Spannungsimpulse können jedoch durch die Verarbeitung im optischen Sensor einen zeitlichen Jitter aufweisen. Ebenso kommt es bei Drehzahlen, welche sich der maximalen Schaltfrequenz des optischen Sensors nähern zu Quantisierungsfehlern.

Über einfache Mittelung lassen sich solche Effekte vermindern. Jedoch leidet dann die Dynamik in der Anzeige, wenn sich die Drehzahlen schnell ändern. Ein neuer Algorithmus wurde entwickelt, welcher mit hoher Dynamik auch unter den eingangs beschriebenen erschwerte Bedingungen präzise Momentan-Drehzahlwerte liefert.

Verständlicherer Parameter für Tachokennwerte

Minimale Drehzahl im InnoPlotter
Minimale Drehzahl im InnoPlotter

Die Erfassung von Drehzahlen mittels einem Impuls pro Umdrehung funktioniert in VibroMatrix bis hinab zu 0,1 Hz = 6 1/min. Das bedeutet, dass eine Umdrehung 10 Sekunden dauert. Entsprechend lange dauert auch die Erkennung von Stillstand.

Für schnellere Drehzahlen empfiehlt sich daher, eine Mindestdrehzahl anzugeben, welche dem tatsächlichen Wertebereich entspricht. So können Drehzahländerungen aber auch Stillstand schneller wahrgenommen werden.

Die Eingabe erfolgt nun als "minimale Drehzahl" und nicht mehr als "Zeitfenster". Das Zeitfenster berücksichtigte die Zeit zwischen zwei Impulsen aus der Drehzahlmessung und war etwas schwieriger in der gedanklichen Vorstellung. Der neue Parameter ist intuitiver und vereinfacht die Eingabe.

Unterdrückung von Störungen bei Messung von Ordnungskennwerten

Mittlauffilter für Ordnungskennwerte
Mittlauffilter für Ordnungskennwerte

Durch ein zuschaltbares Mitlauffilter können Störungen durch Nebenfrequenzen bei der Messung von Ordnungskennwerten wirksam unterdrückt werden. Die nebenstehende Grafik zeigt die Auswirkungen:

Es wurden für das Beispiel 2 Signale gleicher Amplitude eingespeist, eines bei 50 Hz und ein zweites bei 51,1 Hz. Im InnoPlotter lassen sich die Kennwertverläufe anschauen: Idealerweise würde sich ein konstantes Signal bei 100 m/s² zeigen.

  • Ohne zugeschaltetes Mitlauffilter sorgen die Einflüsse der naheliegenden Nebenfrequenz für Abweichungen von >8%.
  • Ein Mitlauffilter einer Bandbreite von 1 Hz mindert diese bereits auf weniger als 2%.
  • Das Mitlauffilter mit der Bandbreite von 0,1 Hz lässt den Einfluss der störenden Nebenfrequenz nahezu verschwinden.

Akustikkennwerte

Akustikkennwerte
Akustikkennwerte

Die Anzahl der Akustikkennwerte wurde im InnoMeter Pro ausgebaut und hielt nun auch Einzug in den InnoLogger Pro und in den InnoPlotter Pro. Damit stehen z.B. die wichtigen Kennwerte für die Maschinenrichtlinie, LpC,peak und LEX,8h zur Messung bereit.


Verbesserungen für grafische Anzeigen

Skalierbare Fenster

InnoScope verschieden skaliert
InnoScope verschieden skaliert

Die Instrumente InnoPlotter, InnoScope, InnoAnalyzer, InnoAnalyzer Speed und InnoAnalyzer 3D bekamen skalierbare Fenster. Was bei der Offline-Analyse keine Besonderheit ist, stellt die flüssige Online-Analyse im Dauer-Streaming vor entsprechende Herausforderungen: Mit erhöhten Fensterabmessungen steigt die Anzahl der zu zeichnenden Details.

Im InnoMaster wurde daher die Option aufgenommen, die Bildwiederholrate dynamisch absenken zu können, wenn die Rechenlast zu groß wird.

Kanalfarbe einstellbar

Mehrkanalinstrumenten
Kanalfarbe ändern in Mehrkanalinstrumenten

In den Mehrkanalinstrumenten InnoPlotter, InnoScope, InnoAnalyzer, InnoAnalyzer Speed und InnoAnalyzer 3D ist die Farbe für den Instrumentenkanal nun einstellbar. Die Farbeinstellungen wirken sich auf die Messkurve und alle weiteren in der Kanalfarbe gehaltenen Bedienelemente aus.

Einstellungen übertragen

In den Mehrkanalinstrumenten InnoLogger, InnoPlotter, InnoScope, InnoAnalyzer, InnoAnalyzer Speed lassen sich per Mausklick die Einstellungen eines Instrumentenkanals auf alle anderen Instrumentenkanäle kopieren.


InnoPlotter

Neue Ereignisquellen für automatisierte Aufzeichnung
Neue Ereignisquellen für automatisierte Aufzeichnung

Das automatisierte Speichern von Daten kann nun von zwei weiteren Ereignissen ausgelöst werden.

  • Steigende Flanke speichern: Eine automatische Speicherung erfolgt beim Übergang OK -> Warnung bzw. Warnung -> Alarm.
  • Fallende Flanke speichern: Eine automatische Speicherung erfolgt beim Übergang Alarm -> Warnung bzw. Warnung -> OK.

InnoLogger

Unvollständige Daten wahlweise behalten oder löschen lassen
Unvollständige Daten wahlweise behalten oder löschen lassen

Wurde der InnoLogger während einer Auufzeichnung gestoppt, wurde die gerade aufgezeichnete Datei automatisch gelöscht, weil sie unvollständig war. Gerade bei langen Aufzeichnungsdauern wurde dann auch ein Stück längerer Aufzeichnung gelöscht, welches trotz seiner Unvollständigkeit doch von Wert sein konnte.

Daher werden nun standardmäßig auch unvollständige Aufzeichnungen beibehalten. Das alte Verhalten lässt sich über eine Option wieder aktivieren.


InnoScope

Orbitale Untersuchungen

Moduswahl im InnoScope
Moduswahl im InnoScope
Orbitalmodus
Orbitalmodus

Das InnoScope erlaubt in einer neuen Betriebsart nun auch orbitale Untersuchungen. Werden zwei Schwingungssensoren 90° zueinander montiert (oder verwendet man einen Triaxialsensor), lassen sich so die Bewegungen des Messobjekts in der Ebene anzeigen.

Die Signale lassen sich wahlweise mittels Bandpass oder nach Ordnung filtern. Triggerquelle kann wie gewohnt ein Analogkanal aber auch ein Digitaltrigger sein. Wird der Digitaltrigger verwendet, wird seine Position im Signal mittels schwarzem Quadrat (s. Bild) gekennzeichnet.

Wird auf rotierende Körper eine Triggermarke angebracht (welche gleichzeitig als Drehzahlsignal für die Filterung nach Ordnung dienen kann) lässt sich so besonders elegant der Bezug zwischen der angezeigten Ebene und dem Rotor herstellen.

Wie gewohnt, können die Signale auch integriert werden, so dass mittels Beschleunigungssensoren auch Schwinggeschwindigkeiten bzw. -wege in der Ebene angezeigt werden können.

Berechnung des logarithmischen Dekrements

Logarithmisches Dekrement
Logarithmisches Dekrement

Bei Abklingvorgängen wird nun neben den bisherigen Parametern auch das logarithmische Dekrement des Signals automatisiert berechnet.

Signale als Sound abspielen

Schwingungsignale hörbar
Schwingungsignale hörbar

Das InnoScope Pro erlaubt nun auch die akustische Ausgabe der aufgezeichneten Schwingungssignale.

  • Das Signal kann nach dem Triggern sofort abgespielt und über den Kopfhörerausgang des Rechners angehört werden. Dazu ist jedem Instrumentenkanal eine Abspieltaste zugeordnet.
  • Ebenso ist der Export des Signals in das Wave-Format möglich und kann wahlweise in die Zwischenablage übertragen oder eine Datei gespeichert werden.

Übertragungsfunktion im Verbund mit InnoAnalyzer

FRF aus InnoScope starten
FRF aus InnoScope starten

Das InnoScope Pro kann zur Untersuchung der Übertragungsfunktion von Messobjekten einen InnoAnalyzer Pro im FRF-Modus starten. Das InnoScope dient dann als Triggerquelle und zeigt die aufgenommenen Signale im Zeitbereich.

Dadurch kann optisch konktrolliert werden, ob z.B. eine unzulässige Mehrfachanregung stattfand.


InnoAnalyzer

Neue Betriebsart: Frequenzgangfunktion

FRF Einstellungen
FRF Einstellungen

Um das schwingungstechnische Übertragungsverhalten von Messobjekten festzustellen, können sie mit einem mechanischen Eingangssignal beaufschlagt und die Antwort des Messobjekts darauf zurückgemessen werden. Aus dem Verhältnis Ausgangs-/Eingangssignal ergibt sich dann die Frequenzgangfunktion.

Der InnoAnalyzer Pro unterstützt diese Art der Messung nun mit einem neuen Modus. Angezeigt wird dann statt Ein- oder Ausgangssignal nur die Frequenzgangfunktion.

Der InnoAnalyzer prüft dabei, ob den Instrumentenkanälen auch Sensoren mit den korrekten Messgrößen angeordnet wurden, denn bestimmte Kenngrößen, wie Mobilität oder Dynamische Nachgiebigkeit verlangen nach ganz bestimmten Messgrößen für das Ein- und Ausgangssignal.

Die Gegebenheiten von realen Messsignalen werden mittels umschaltbarer Schätzfunktion H0, H1, H2 oder H4 berücksichtigt.

Neue Betriebsart: Akustik

Schallanalyse
Schallanalyse

Bei der Suche nach Lärmquellen ist es oft sinnvoll, die Daten von Schwingungssensoren und Messmikrofonen gleichzeitig auszuwerten. Der InnoAnalyzer erlaubt nun auch die Anzeige akustischer Signale und versieht das Frequenzspektrum mit einem wählbaren Bewertungsfilter.

Durch das zuschaltbare Bewertungsfilter lässt sich schnell herausfinden, welche Schwingungsfrequenzen tatsächlich die entscheidenden Beiträge zum hörbaren Schall liefern. Diese Funktion ergänzt die neue Messmöglichkeit von Schall über Kennwerte.

Neue Betriebsart: Ordnungsanalyse

Ordnungsanalyse
Ordnungsanalyse

Werden Schwingungen an Rotoren mit veränderlicher Drehzahl gemessen, wandern die Amplituden von drehfrequenten Schwingungen auf der Frequenzachse mit. Dies macht die Auswertung in diesem Fall mühselig.

Abhilfe schafft hier die Ordnungsanalyse. Statt der Frequenzanalyse das Schwingungssignal zeitsynchron zuzuführen, wird es vorher zu einem winkelsynchronen Signal transformiert. Im Ergebnis werden die Amplituden nun als Vielfache der Drehzahl angezeigt. So bleiben Amplituden auch bei Drehzahländerungen ortsunveränderlich auf der X-Achse stehen.

Die Ordnungsanalyse lässt sich kombinieren mit den Betriebsarten FFT und Akustik. Die Einstellung erfolgt ganz simpel bei der Auswahl der Einheit für die Frequenzachse.

Diese neue Funktion kann bereits in einem Schulungsvideo kennengelernt werden.

Datenbank mit Schadfrequenzen von Wälzlagern

Tabelle mit Schadfrequenzen
Schadfrequenzen

Für die Hüllkurvenanalyse zur Wälzlagerdiagnose ist die Kenntnis von Schadfrequenzen des verbauten Lagers hilfreich. Eine Datenbank mit über 20 000 Einträgen stellt nun die Daten zahlreicher Typen bereit.

Sortier- und Filterfunktionen gestalten das Finden des passenden Typs einfach und schnell.

Per Knopfdruck können die Daten in die eigene Tabelle übernommen werden.

Markierungslinien in allen FFT-Betriebsarten

Markierungstabelle
Markierungstabelle

Eingeführt für die Wälzlagerdiagnose sind nun Markierungslinien in allen FFT-Betriebsarten nutzbar. Die Linien können wahlweise bei festen Frequenzen und ihren Vielfachen oder auch bei Drehzahlvielfachen und ihren Harmonischen gesetzt werden.

Verbesserte Aktualisierung des Messfortschritts

Fortschritt
Fortschritt

Werden FFTs mit großen Zeitfenstern und ohne Überlappung definiert, vergeht eine lange Zeit bis zur Darstellung der ersten FFT, denn die Daten für das große Zeitfenster müssen im Zeitbereich zunächst aufgenommen werden. Der Fortschritt wird dem Anwender nun angezeigt.

Logarithmisch skalierte Amplitude

Log. Amplitude
Log. Amplitude

Ließ sich die Amplitude bisher schon durch die Verwendung der Einheit dB logarithmisch darstellen, ist nun auch eine dekadisch logarithmische Darstellung bei Verwendung von absoluten Einheiten möglich.

Grenzwertkurven pro Kanal einstellbar und grafisch editierbar

Grenzwerte
Grenzwerte

Neu lässt sich nun jedem Messkanal im InnoAnalyzer eine eigene Grenzwertkurve zuordnen. Die einzelnen Stützstellen können nun auch direkt in der Grafik editiert werden.

Neue Triggereignisse für die Aufzeichnung

Ereignisse für die Aufzeichnung
Ereignisse für die Aufzeichnung

Für die automatisierte Aufzeichnung von Messdaten stehen im InnoAnalyzer Pro nun weitere Ereignisse zur Verfügung:

  • Beim Schnitt der Grenzwertkurve: Durchstößt eine Amplitude die Grenzwertkurve, wird eine Aufzeichnung von Messdaten angestoßen.
  • Bei Überschreitung der Grenzwertkurve: Solange mindestens eine Amplitude über der Grenzwertkurve verbleibt, wird aufgezeichnet.
  • Bei Triggerung: Spricht der Trigger für die Triggerung im Zeitbereich an (z.B. bei einem Stoß), wird eine Aufzeichnung von Messdaten ausgelöst.

InnoAnalyzer Speed

Neue Modi für Hoch- und Auslauf

Messmethoden
Messmethoden

Zur automatisierten Unterscheidung von Hoch- und Auslaufabschnitten stehen neue Modi zur Verfügung. Die Umschaltung der Anzeige kann auch im Betrieb oder im gestoppten Zustand erfolgen - es sind keine erneuten Messläufe notwendig.

  • Freie Analyse: Die Kurve zeigt die Mittelung aus Hoch- und Auslaufvorgängen
  • Hochlaufanalyse: Die Kurve zeigt nur die Werte, die aus steigender Drehzahl stammen. Dabei können Hoch- und Ausläufe mehrfach durchgeführt werden. Jedes Mal, wenn die Drehzahl steigt, werden die zusätzlichen Messdaten mit den bisher vorhandenen verrechnet.
  • Auslaufanalyse: Die Kurve zeigt nur die Werte, die aus fallender Drehzahl stammen. Dabei können Hoch- und Ausläufe mehrfach durchgeführt werden. Jedes Mal, wenn die Drehzahl fällt, werden die zusätzlichen Messdaten mit den bisher vorhandenen verrechnet.
  • Hochlaufanalyse monoton: Die Kurve zeigt nur die Werte, die aus steigender Drehzahl stammen. Werden Hochläufe wiederholt, werden keine zusätzlichen Daten für die Drehzahlen in die Kurve aufgenommen, für die bereits Daten vorliegen.
  • Auslaufanalyse monoton: Die Kurve zeigt nur die Werte, die aus fallender Drehzahl stammen. Werden Ausläufe wiederholt, werden keine zusätzlichen Daten für die Drehzahlen in die Kurve aufgenommen, für die bereits Daten vorliegen.

Behandlung schwieriger Drehzahlerfassungen

Nachbearbeitung
Nachbearbeitung

In besonderen Fällen kann es sinnvoll sein, die Mittelung der Drehzahlen durch den Anzeigetakt von VibroMatrix zu steuern. Dafür wurde eine entsprechende Option geschaffen.

"Drehzahlsprünge ignorieren" rettet hingegen Messläufe, in denen der Drehzahlsensor grenzwertig montiert war und dadurch sporadisch Aussetzer oder Doppelimpulse liefert. Diese können ausgeblendet werden, sodass keine falsch bewerteten Daten Eingang in die Messkurve finden.

Übersetzte Drehzahlquelle

Drehzahlquelle übersetzen
Drehzahlquelle übersetzen

Soll bei der Nachlaufanalyse auf eine andere, z.B. übersetzte Drehzahl Bezug genommen werden, lässt sich der gemessenen Drehzahl ein Faktor zurordnen. Dieser Faktor kann auch gebrochenzahlig sein. Bei der Messung wird dann die mit dem Faktor versehene Drehzahl den aktuellen Messdaten zugeordnet.

Kombinierte Filterung

Filter im InnoAnalyzer Speed
Filter im InnoAnalyzer Speed

Wahlweise können im InnoAnalyzer Speed nun 3 Filtermethoden angewendet werden:

  1. Filterung der Ordnung
  2. Neu: Filterung der Ordnung mit vorgeschaltetem, einstellbaren Bandpassfilter
  3. Filterung ausschließlich über Bandpass zur Gewinnung von drehzahlabhängigen Summenkennwerten

InnoAnalyzer 3D

Wasserfalldarstellung
Wasserfalldarstellung

Wenn das Frequenzspektrum durch einen weiteren Parameter, wie z.B. die Drehzahl beeinflusst wird, ändert es sich über die Zeit. Dann ist es hilfreich, auch mehrere Frequenzanalysen über die Zeit im Zusammenhang betrachten zu können.

Der InnoAnalyzer 3D ist ein neues Instrument in VibroMatrix zur Zeit-Frequenz-Analyse. Eingebaut wurde die Darstellung von FFTs als Wasserfall.

FFT und Wasserfall lassen sich dazu im Instrument in weiten Bereichen einstellen. Die 3D-Grafik kann vielfältig gedreht, gekippt und gezoomt werden, um eine bestmögliche Darstellung zu erreichen. Zusätzlich kann in eine 2D-Darstellung geschaltet werden, welche jene FFT aus dem Wasserfall anzeigt, die durch einen FFT-Cursor markiert wurde.

Anwenden lässt sich die Wasserfalldarstellung auf herkömmliche FFTs, im InnoAnalyzer 3D Pro zudem auch auf Hüllkurvenanalysen für die Wälzlagerdiagnose.


InnoBalancer

Eigene Bewertungskriterien

Eigene Bewertung
Eigene Bewertung

Eingebaut sind im InnoBalancer die Bewertungskriterien "Gut" und "Schlecht" für den Vergleich des Messergebnisses mit dem Sollwert.

Der neue InnoBalancer erlaubt nun sowohl die Veränderung dieser Begriffe als auch eine feinere Abstufung als nur gut/schlecht.

Verbesserter Testmassenvorschlag

Daten für Testmassenvorschlag
Daten für Testmassenvorschlag

Im Allgemeinen kann aus der alleinigen Messung nur der Urunwucht noch nicht die Unwucht berechnet werden. Dazu sind weitere Testläufe notwendig.

Dennoch können mit dem Messergebnis bereits Schätzungen für die Testmasse getroffen werden und zwar derart, dass bereits die Testmasse die Unwucht verringert. Das ist hilfreich, weil dann die Schwingungen ebenso sinken.

Insbesondere kann so vermieden werden, dass die Testmasse die Schwingungen zunächst noch vergrößert und ein Betrieb des Rotors damit erschwert wird.

Für die Abschätzung müssen weitere Daten bekannt sein, nämlich wie hoch die Masse des Messobjekts ist, welches angeregt durch die Unwucht schwingt und ob die Drehfrequenz unter oder über der Resonanzfrequenz der Aufstellung des Rotors liegt.

Beide Parameter können nun in einem gesonderten Bereich eingegeben werden und verbessern dann die Schätzung für den Testmassenvorschlag.

Messkanäle frei auswählbar

Freie Kanalauswahl
Freie Kanalauswahl

Beim Zwei-Ebenen-Auswuchten werden zwei Messkanäle für Schwingungssensoren benötigt. Die häufigste Situation ist, dass diese Messkanäle von einem zweikanaligen InnoBeamer stammen. Bei Auswahl des Messkanals für eine Ebene sucht der InnoBalancer dann automatisch den korrespondierenden Kanal für die zweite Ebene heraus. Dies ist praktisch und verhindert Fehleingaben.

Mitunter ist es jedoch erwünscht, die Messkanäle von verschiedenen InnoBeamern zu nutzen. Durch die Synchronisationstechnik zwischen den Geräten ist das ohne weiteres möglich. Der InnoBalancer unterstützt diese Situation nun optional und erlaubt die Wahl der Messkanäle über Gerätegrenzen hinweg.

Anzahl Dezimalstellen wählbar

Einstellbare Anzahl von Dezimalstellen
Einstellbare Anzahl von Dezimalstellen

Auswuchten erstreckt sich von Milligramm leichten Lüfterrädern bis hin zu tonnenschweren Walzen oder Rotoren von Windenergieanlagen. Dementsprechend unterschiedlich sind auch Abmessungen und andere Messgrößen.

Damit die Zahlenwerte nicht unnötig groß oder klein ausfallen lassen sich die Einheiten im InnoBalancer einstellen. Neu lässt sich nun auch die Anzahl der angezeigten Dezimalstellen für jede Einheit festlegen.

So wird Situationen Rechnung getragen, in welchen absichtlich mit sehr kleinen Werten gearbeitet werden und immer noch eine genügende Stellenanzahl für genaue Eingaben vorhanden sein soll.

Verbesserungen in der Verlaufsgrafik

Messgrößen für Auswuchtverlauf
Messgrößen für Auswuchtverlauf
Zoom im Auswuchtverlauf
Zoom im Auswuchtverlauf

Im Auswuchtverlauf lassen sich nun die Vektoren der korrespondierenden Größen

  • Unwucht,
  • Unwuchtmasse,
  • gemessene Schwingbeschleunigung
  • gemessene Schwinggeschwindigkeit
  • gemessener Schwingweg und sofern ausgewählt, auch der
  • Auswuchtgüte

anzeigen. Für die Schwingungsmessgrößen wird auch die entsprechende Phasendrehung um 90° berücksichtigt.

Die Verlaufsgrafik lässt sich nun zoomen, um wahlweise alle Vektoren einsehen zu können oder nur jene im Feinwuchtbereich.

Auswuchtverlauf im Bericht druckbar

Auswuchtverlauf im Bericht
Auswuchtverlauf im Bericht

Der Auswuchtverlauf kann nun auch für den Berichtsdruck konfiguriert werden.

Beschleunigter Ablauf

Beendigung nach Urlauf möglich
Beendigung nach Urlauf möglich

Wenn das Auswuchtziel darin besteht, eine Schwingungsmessgröße (Schwingbeschleunigung, -geschwindigkeit oder -weg) auf ein tolerables Maß zu senken, wird das Ergebnis und seine Bewertung bereits nach dem Urlauf angezeigt.

Im Gegensatz zu den Auswuchtzielen "Unwucht", "Unwuchtmasse" oder "Auswuchtgüte" stehen Schwingungsmessgrößen auch schon als Zwischenwert vor Ablauf aller Testläufe zur Verfügung und können entsprechend bewertet werden.

Bei gutem Ergebnis kann ein Auswuchtvorgang so auch schon vorzeitig beendet werden.

Abweichende Radien bei Test- und Korrekturläufen

Abweichende Radien bei Test- und Korrekturlauf möglich
Abweichende Radien bei Test- und Korrekturlauf möglich

Mitunter besteht die Notwendigkeit, bei den Korrekturläufen einen anderen Radius zu verwenden als bei den Testläufen. Nun können abweichende Werte eingegeben werden und werden entsprechend verrechnet.

In der tabellarischen Anzeige des Auswuchtverlaufs wird so dann bei jedem Schritt neben der geänderten Masseverteilung auch der Radius angezeigt, auf welchem die Masseänderung stattfand.


InnoMaster

Vorlagentechnik ausgebaut

Vorlagen
Vorlagen

Während Arbeitsplätze die genaue Zuordnung von Sensoren und beteiligten InnoBeamer-Messkanälen seriennummerngenau speichern, lassen Vorlagen diese Information weg.

Auf diese Weise wird die Konfiguration unabhängig von den konkret verwendeten Messtechnik-Exemplaren. Für gleichartige Hardwarekonfigurationen (z.B. 1 Innobeamer X2 + 2 Sensoren) braucht nur eine Vorlage konfiguriert werden und die Messkonfiguration samt aller eingerichteten Instrumentenfenster kann unabhängig von der Seriennummer des verwendeten InnoBeamers eingesetzt werden.

Schnelles Zufügen von Lizenzen

Lizenzen schneller zufügen
Lizenzen schneller zufügen

Wurden mehrere Lizenzen für einen InnoBeamer nacherworben, lassen sich diese nun in einem Rutsch installieren.

Hilfestellung bei Anschlussproblemen

Bessere Problembeschreibung
Bessere Problembeschreibung

Werden gespeicherte Arbeitsplätze wieder geladen, kann die Konfiguration aller Instrumentenfenster nur dann erfolgen, wenn auch die gleiche Hardware wieder vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, beschreibt VibroMatrix nun näher, welche Voraussetzungen fehlen.

Verbesserter Hinweis bei Doppelstart

Meldung bei Doppelstart
Meldung bei Doppelstart

Der InnoMaster hat den Zugriff auf alle InnoBeamer und koordiniert ihre Messaktivitäten. Daher kann immer nur ein InnoMaster laufen und der Start eines zweiten wird verhindert. Neben einer Meldung zum Sachverhalt wird nun neu auch der ursprünglich gestartete InnoMaster in den Vordergrund geholt.

Rohdaten-Dateien >2GB

Dateigrößen >2GB
Dateigrößen >2GB

Bisher konnten Dateien mit Rohdaten nur bis zu 2GB groß werden. War die Datei voll, wurde nahtlos eine weitere begonnen, so dass alle Daten aufgezeichnet wurden.

Praktischer ist es jedoch oft, alle Daten in einer Datei zu haben. Daher unterstützt VibroMatrix nun Dateien bis zur maximalen Dateigröße des unterliegenden Dateisystems. Das unter Windows 7 implementierte NTFS lässt z.B. 16 TB als maximale Dateigröße zu.

Bei Bedarf lässt sich jedoch auch das alte Verhalten einstellen, um z.B. Rücksicht auf Datenträger zu nehmen, auf welche die Daten später kopiert werden sollen.

Bessere Verknüpfung von Rohdaten und Arbeitsplatz

Wird im InnoMaster Replay ein Arbeitsplatz gespeichert, werden die Informationen zur gerade geöffneten Rohdaten-Datei nicht nur mit absolutem sondern auch relativem Dateipfad zur Arbeitsplatzdatei gespeichert.

Die ermöglicht die schnelle Weiterbenutzung des Arbeitsplatzes, auch wenn er samt Rohdatendatei auf einen anderen Datenträger verschoben wurde.

Schutz vor unbeabsichtigtem Verwerfen von Messdaten

Schutz vor Datenverlust
Schutz vor Datenverlust

Bestimmte Parameter, wie z.B. die verwendete Filtersteilheit in allen Instrumenten oder auch der Anzeigetakt lassen sich zentral im InnoMaster einstellen. Wenn bei der Umstellung bereits Messungen laufen, werden diese automatisch gestoppt und mit den neuen Einstellungen wieder gestartet. Ein Neustart verwirft jedoch auch immer die bisher aufgezeichnten Daten.

Wenn diese verworfenen Daten einen Zeitraum von mehr als 10 min Messung darstellen, wird der Anwender nun vor der Paramateränderung noch einmal befragt, ob sie durchgeführt werden soll.

Bei kürzeren Zeiträumen hingegen wird die Parameteränderung wie bisher kommentarlos durchgeführt.

Arbeitsplatz zum Beenden speichern

Arbeitsplatz zum Ende speichern
Arbeitsplatz zum Ende speichern

Durch Setzen einer neuen Option bietet der InnoMaster beim Beenden immer das Speichern des Arbeitsplatzes an.

Verbesserte Darstellung von Systemmeldungen

InnoBeamer im Messbetrieb abgezogen
InnoBeamer im Messbetrieb abgezogen

VibroMatrix überwacht im Hintergrund den ordnungsgemäßen Messbetrieb. Besondere Ereignisse werden in einem Log festgehalten und nun je nach Wichtigkeit (Info, Warnung, Fehler) eingefärbt.

Schwerwiegende Ereignisse, d.h. Fehler werden rot eingefärbt und der InnoMaster wird sofort mit dieser Logmeldung in den Vordergrund gebracht.

Einbindung von mehr Triggerhardware

Triggerhardware
Triggerhardware

Die InnoBeamer X2 und LX2 bieten seit jeher digitale und auch analoge Triggereingänge an. Für die Konfiguration steht jetzt ein eigenes Bedienfeld zur Verfügung. So kann z.B. beim Analogtrigger die Schaltschwelle einfach angepasst werden.


Die kanalweise vorhandene Triggerhardware kann als Eintrag in der Liste der Messkanäle sichtbar gemacht werden und danach bequem konfiguriert werden.

Neue Treiber für Melder

Die Melder vom Typ Funkschaltsteckdose werden von einer per USB angeschlossenen Sendezentrale angesteuert. Für diese Sendezentrale FHZ 1000 wurde der Treiber erneuert und ebenso die automatische Erkennung des Gerätes.


Berichte

Berichtskonfiguration
Berichtskonfiguration

Die Einträge für die Berichtskonfiguration lassen sich nun wahlweise alphabetisch oder manuell sortieren. Durch die manuelle Sortiermöglichkeit lassen sich Einträge nach oben rücken, welche häufig geändert werden müssen.