Einsatzbericht 10: Langsam drehende Rotoren auswuchten

Wälzmühle
Wälzmühle
Rotierender Sichter
Rotierender Sichter
Wuchtverlauf
Wuchtverlauf

Kohle, Kalkstein, Klinker - es gibt viele Situationen in der Industrie, welche das Zerkleinern eines stückiges Ausgangsmaterials zu einem fein- oder feinstkörnigen Endprodukt erfordern.

So arbeiten in der Zementindustrie Kohle-, Zement- und Hüttensandmühlen. In der Erzindustrie sind es Erzmühlen oder Mühlen für Stahlwerkschlacken.

Vielen Mühlen zugeordnet ist ein sogenannter Sichter. Sichter klassieren Feststoffe nach definierten Kriterien wie z.B. der Partikelgröße. Rotierende Sichter nutzen dazu die Zentrifugalkraft.

Die Rotationsgeschwindigkeit größerer Sichter ist gemessen an üblichen technischen Drehzahlen nicht besonders hoch. Im beschriebenen Einsatz lag die Maximaldrehzahl bei 140 1/min, d.h. etwas mehr als 2 Hz.

Für einen schwingungsarmen Lauf und damit hohe Lebensdauer der gesamten Anlage sorgt das Auswuchten des Sichters. Bei den geringen Drehzahlen kommen übliche 100 mV/g Industriebeschleunigungssensoren an ihre Grenzen. Hier sind hochempfindliche Schwingungssensoren und rauscharme Schwingungsmesstechnik gefragt.

Durch Auswuchten im Betriebszustand führte unser Kunde die Schwingungswerte seiner Anlage zielgerichtet auf ein unschädliches Maß zurück und unterbot die gesetzten Grenzwerte.

Zur Hilfe kam dabei die neue Funktion des InnoBalancer Pro 1.9, bereits für die Testmassen Winkelpositionen abzuschätzen, die zu einer Verringerung der Schwingungen führen. Auf diese Weise konnte das Auswuchten effizient und mit wenig Messläufen durchgeführt werden.